Die Klassen 10.3 und 10.5 haben am 3.12.2025 die Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht. Die Gedenkstätte Bergen-Belsen erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. In Bergen-Belsen errichteten die Nationalsozialisten bereits kurz nach Beginn des 2. Weltkrieges ein Kriegsgefangenenlager, ab 1943 wurde das Lager zum Konzentrationslager für jüdische Häftlinge und ab 1944 für weitere Häftlingsgruppen, wie zum Beispiel Sinti & Roma, Homosexuelle, politisch Andersdenkende ausgebaut.
Insgesamt waren rund 120.000 Menschen aus ganz Europa in Bergen-Belsen unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert, davon starben mindestens 52.000 Menschen.
Los ging es um 12:15 Uhr von der Schule mit dem Reisebus Richtung Bergen. Bei einem Zwischenstopp am Truppenübungsplatz Bergen haben wir uns einen Vortrag über die Gedenkstätte Bergen-Belsen angehört. Dabei wurden uns viele Informationen zur Gedenkstätte gegeben und viele Bilder gezeigt. Besonders beeindruckend war ein großes Luftbild vom ehemaligen Lagergelände.
Danach ging es weiter mit dem Bus bis zur Gedenkstätte Bergen-Belsen. Während der Führung durch die Gedenkstätte sind wir an Massengräbern und an vielen Gedenksteinen und -tafeln vorbeigekommen. Am Gedenkstein des jüdischen Mädchens Anne Frank, das kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs im Konzentrationslager von Bergen-Belsen umgekommen war, haben wir einen Strauß mit weißen Rosen niedergelegt. Anne Frank wurde durch ihr Tagebuch, dass sie während der Zeit des Versteckens vor den Nationalsozialisten geschrieben hatte, weltweit bekannt. Ihr Tagebuch ist zu einem der wichtigsten Zeugnisse des Holocausts geworden.
Auf unserem Weg sind wir an weiteren Zeichen des Gedenkens vorbeigekommen, an einem großen Holzkreuz zum Gedenken an die ermordeten polnischen Menschen, an einem Obelisken und an einer Inschriftenwand gegen das Vergessen. Im Haus der Stille, einem begehbaren Mahnmal, kann man der Opfer des Nationalsozialismus gedenken und kleine Botschaften und Kerzen hinterlassen. Zum Schluss hatten wir noch etwas Zeit, uns im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte weiter zu informieren. Dort war u. a. eine zerstörte und wiederaufgebaute Frauenstatue zu sehen, die an die sowjetischen Opfer der NS-Zeit erinnern soll.
Mit vielen, auch sehr belastenden Eindrücken, die wir beim Besuch der Gedenkstätte gesammelt haben, sind wir schließlich mit dem Bus zurück zur Schule gefahren.
Es ist gut und wichtig, dass es Orte wie diesen gibt, an denen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden kann und die einem deutlich machen, wie wichtig es ist, sich zu jeder Zeit gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen, damit sich die Vergangenheit niemals wiederholt.
(K. Nolte und Lisa Z., Klasse 10.5)



