Die Jahreslosung 2026

Sicher ist ihnen und euch die gestaltete Eingangswand zur diesjährigen Jahreslosung

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)

aufgefallen.
Diese Worte stammen aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes. Sie wurden in einer Zeit geschrieben, in der Christen Verfolgung und Unterdrückung erlebten. Eine Zeit geprägt von Krisen, Umbrüchen und großer Unsicherheit.

In diese Situation verspricht Gott „Siehe, ich mache alles neu!“. In diesem Satz liegt eine große Verheißung. Dieses Versprechen betrifft nicht nur einzelne Menschen oder bestimmte Lebensbereiche, es geht nicht um kleine Verbesserungen oder Korrekturen der Lebensumstände. Gott verspricht vielmehr eine umfassende Erneuerung, die alles und jeden mit einschließt.

Diese Erneuerung geschieht durch Gottes schöpferische Kraft. Sie ist nicht an menschliches Bemühen gebunden. Sie ist auch nicht von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Gott sichert uns diese grundlegende Erneuerung zu.

Gottes Versprechen gilt nicht nur für eine ferne Zukunft. Gottes Erneuerung beginnt schon jetzt. „Siehe“ heißt es dort. Gott fordert die Menschen auf, doch mal genau hinzuschauen. Die versprochene Erneuerung wird bereits sichtbar, dort, wo Menschen neue Hoffnung finden, wo Schuld vergeben wird, wo Versöhnung geschieht und einander die Hand gereicht wird.

Die Jahreslosung 2026 fordert uns dazu auf, mit Hoffnung und Zuversicht durch das neue Jahr zu gehen. „Siehe, ich mache alles neu!“ Das ist Gottes Versprechen. Darauf dürfen wir vertrauen – im Großen wie im Kleinen.

In den Klassen haben wir uns mit der Jahreslosung beschäftigt und eigene Bilder dazu entworfen. Jeder hatte seine eigenen Ideen und Vorstellungen, wie die Aussage des Bibelverses in einem Bild umgesetzt werden könnte. Am Ende sind viele verschiedene Bilder entstanden.

Bei der Jahreslosung handelt es sich um einen Bibelvers, der von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählt wird. Dieser Vers enthält eine zentrale Aussage der Bibel, die die Menschen als Leitvers durch das Jahr begleiten soll. Veranschaulicht wird die Jahreslosung durch ein Bild, das passend zum Bibelvers gestaltet wird.

Die Auswahl der Jahreslosung findet immer 4 Jahre im Voraus statt, damit die Wahl nicht von der aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Lage beeinflusst wird. Zudem haben Künstler, Verlage und Gemeinden so ausreichend Zeit für die Planung und Gestaltung der Jahreslosung.

Eingeführt wurde die Jahreslosung von dem deutschen Pfarrer Otto Riethmüller im Jahr 1930. Er wollte mit den Losungen den nationalsozialistischen Parolen seiner Zeit ein Bibelwort entgegenstellen. Dieses Bibelwort sollte als „Ankerwort“ dienen und den Menschen Orientierung geben.

(K. Nolte & Lisa Z.)