Schulprogramm

„Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“ (Jer 29, 11) – das Schulprogramm der Ludwig-Windthorst-Schule 2017

I Grundlegendes

Das Schulprogramm unserer Schule ist nicht in Stein festgeschrieben. Mit der Weiterentwicklung unserer Schule –auch mit dem Beginn unserer Oberschule im Jahre 2014 – hat es immer wieder Veränderungen  und Überarbeitungen erfahren. Das wird auch in Zukunft so sein. Die Schüler, Kollegen, die Umwelt und damit auch die Schule verändern sich. Das hat auch Auswirkungen auf unser Schulprogramm.

Laut gängiger Definition ist ein Schulprogramm ein Dokument, in dem eine Schule ihr Leitbild konkretisiert und mittel- bis langfristige Schwerpunkte der Qualitätsentwicklung setzt. Es wirkt als Orientierungshilfe im Prozess der Schulentwicklung und hat verbindlichen Charakter für die Schulgemeinschaft. Unser Schulprogramm fußt sowohl auf dem Niedersächsischen Schulgesetz als auch auf den Vorgaben der deutschen Bischofskonferenz bzw, den Vorgaben der Hauptabteilung Bildung des Bistums Hildesheim. Es stellt die Situation einer großen Oberschule bzw. Haupt- und Realschule in der Landeshauptstadt Hannover bzw der katholischen Region Hannover vor. Konkret be- und überarbeitet wird es in den verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen der Schule, abgestimmt in der Gesamtkonferenz. Dabei kommt es im Laufe der Zeit zu Ergänzungen und Veränderungen, sodass das Schulprogramm im „Baukastensystem“ entsteht.

Alle an Schule Beteiligten (Schulleitung, Lehrerkollegium, Eltern, Schüler, externe Partner) bündeln im Rahmen der Erarbeitung des Schulprogramms ihre Kräfte und geben ihrem Handeln systematisch und transparent eine Leitlinie und Arbeitsgrundlage für die Arbeit der nächsten Jahre. Das Schulprogramm dient neben der innerschulischen Verständigung und Teambildung auch der konkreten Ausgestaltung der Vorgaben und Freiräume, die im Schulgesetz des jeweiligen Bundeslandes festgelegt sind. Dabei wird Unterricht als eine Aufgabe der schulischen Arbeit betrachtet. Zur Schulprogrammarbeit gehört die klare Bestimmung der Wege zur Zielerreichung, konkreter Maßnahmen sowie Verantwortlichkeiten. Die Einhaltung der Festlegungen kann von den Partnern eingefordert werden. Auf der Grundlage des Schulprogramms erfolgt die regelmäßige Rechenschaftslegung nach innen (z. B. gegenüber dem Lehrerkollegium) und nach außen (z. B. Präsentation der Schule gegenüber Eltern und Kooperationspartnern).

Das Schulprogramm ist zum einen ein Entwicklungsinstrument für unsere Schule. Es wird bei der regelmäßigen Evaluation der Schule eingesetzt und im Zuge derselben fortwährend weiterentwickelt. Zum anderen ist es ein Steuerungsinstrument für die Führungsebene. welches bei Entscheidungen wie z. B. der Personalauswahl behilflich sein kann. Eltern und Schülern kann das Schulprogramm als Orientierungs- und Entscheidungshilfe dienen, wenn es darum geht, eine Auswahl für den weiterführenden Schulbesuch zu treffen.

Eine gemeinsame Vision für die Entwicklung der Schule erhöht die Wirksamkeit des Schulprogramms.

Diese Vision zeigt sich in dem Bibelwort aus dem Alten Testament „Ich will euch Zukunft und Hoffnung“ geben. Sie ist nicht nur zukunftsgerichtete Ideensammlung, sondern auch Verfestigung von Werthaltungen mit dem Ziel, realistische Leitgedanken für Veränderungen zu fassen.

  1. Zukunft:Ziel ist es, unseren Schülern durch eine qualifizierte Bildung sowie am christlichen Menschenbild orientierten Bildung die Möglichkeit und die Chance zu geben, ihre Zukunft selbst zu gestalten und in die Hand zu nehmen. Dies betrifft die Übernahme von Verantwortung in Kirche und Gesellschaft (mündiger Christ und Staatsbürger)
  2. Hoffnung: Im Wissen um eine nicht heile, sich entwickelnden und noch nicht vollendeten Welt mit ihren Widersprüchen und Brüchen versuchen wir zu vermitteln, dass es ein gelingendes und geglücktes Leben geben kann und dieses möglich ist auf dem Hintergrund des christlichen Glaubens. Dies geschieht auch auf dem Hintergrund des immer noch gültigen und maßgebenden Beschlusses der Würzburger Synode „Unsere Hoffnung“.

„Ich bin … der Ansicht, dass eine gedeihliche Erziehung absolut unmöglich ist ohne die feste Grundlage der Religion.“ (Ludwig Windthorst 1872)

II: Bausteine

Diese Bausteine wurden im Laufe der letzten Jahre formuliert und von der Gesamtkonferenz verabschiedet.

Klicken Sie hier, um eine vollständige Zusammenstellung der Schulkonzepte als PDF-Dokument zu öffnen.

III. Die Ludwig-Windthorst-Schule als „Lernende Organisation“

Der Begriff der „Lernenden Organisation“ beinhaltet die Idee, dass eine „Organisation“ lernen kann. Lernen (und nicht lernen) obliegt aber vor allem den (handelnden) Personen, die sich verantwortlich für die Arbeit an der Schule fühlen, dort lernen und entwickeln (und manchmal auch  scheitern).

Das Schulprogramm wird an der Schule partizipativ entwickelt. Die Beteiligung von Lehrern, Schülern, Eltern und externen Partnern der Schule an der Erarbeitung ist notwendig  und unterschiedlich geregelt.

In unserer Schule sind dies

  1. die zuständigen Konferenzen (Gesamtkonferenz, Fachkonferenzen)
  2.  die Steuergruppe
  3. Die Jahrgangsteams 5/6, 7/8 und 9/10
  4. einzelne Arbeits- und Projektgruppen, die je nach Bedarf und Notwendigkeit eingerichtet werden: Prävention, Arbeits- Gesundheitsschutz, Begabungsförderung, Religionspädagogischer Arbeitskreis
  5. Klassenelternrat- und Schulelternrat
  6. Klassenrat

Diese Überlegungen fußen auf den gesetzlichen Vorgaben (Niedersächsisches Schulgesetz) und dem Bischöflichen Schulgesetz des Bistums Hildesheim. Intensive und umfassende Fortbildungen sowie Beratung unterschiedlicher Institutionen sorgen dafür, dass eine qualifizierte Weiterentwicklung möglich wird. Im Laufe der Jahre ist ein Netzwerk von „critical friends“ entstanden, mit denen wir eng und intensiv zusammenarbeiten. Beispielhaft seien genannt:

Andere Beratungs- und Unterstützungssysteme sowie weitere Partner und Freunde findet man auf unserer Website unter dem Punkt Zusammenarbeit, Netzwerke und Kooperationen.

Die Weiteentwicklung des Schulprogramms erfolgt nicht immer reibungslos. Kritisiert werden oft der enorme Zeitaufwand  sowie der Punkt, dass die Entwicklung in der Schule sehr schnell verläuft  und der Inhalt des Schulprogramms dann teilweise nichts mit dem gelebten Schulalltag zu tun hat. Das muss eine lernende Organisation aushalten.