Oberschule

Oberschule

Als im Schuljahr 2013/2014  die letzten Schüler sich in die verdienten Sommerferien begaben, begann zumindest nach dem Schulkalender der Ludwig-Windthorst-Schule  mit dem 1. August 2014 eine neue Phase: Die Ludwig-Windthorst-Schule erhielt die schulbehördliche Genehmigung zur Errichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot mit den Schuljahrgängen 5 bis 10 beginnend mit dem Schuljahrgang 5 am Standort der Ludwig-Windthorst-Schule, Altenbekener Damm 81 in 30173 Hannover. Die Bezeichnung der Schule lautet seitdem: Ludwig-Windthorst-Schule – staatlich anerkannte Oberschule in Trägerschaft des Bistums Hildesheim.

Die neuen Schüler und Schülerinnen des Schuljahres  2014/15 wie auch 2015/16 besuchen nicht mehr den Hauptschul- bzw. Realschulzweig, sondern den Jahrgang  5 bzw. 6 der Oberschule – allerdings auch nach wie vor die „LuWi“. Die kommenden Jahrgänge 6 – 10 bleiben weiterhin im Haupt- bzw. Realschulzweig.

Es ist das Ziel der Oberschule, den Schülerinnen und Schülern eine grundlegende, erweiterte oder vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und ihnen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine individuelle Schwerpunktbildung zu ermöglichen. Die Oberschule stärkt Grundfertigkeiten, selbstständiges Lernen und fördert soziales Lernen im Unterricht sowie durch ein gemeinsames Schulleben.

Am Ende des 10. Schuljahrgangs der Oberschule können der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss, der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss sowie der Erweiterte Sekundarabschluss I erworben werden. Dieser berechtigt zum Besuch der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe. Schülerinnen und Schüler des Gymnasialzweigs können nach erfolgreichem Abschluss des 10. Schuljahrgangs in die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe übergehen und haben die Möglichkeit, das Abitur nach 12 Schuljahren zu erwerben

2013 hatte die Schule den Antrag gestellt, Oberschule mit gymnasialem Angebot zu werden. Die Genehmigung liegt nun vor: Die Ludwig-Windthorst-Schule bedankt sich dabei ausdrücklich für die gute und konstruktive Begleitung auf dem Weg zur Oberschule mit gymnasialem Angebot  bei der Landeshauptstadt Hannover und der Landesschulbehörde.

Für die Schule beginnt nun die konkrete Planungsphase. Vorgesehen ist, dass auf jeden Fall im Jahrgang  5 und 6 jahrgangsbezogen unterrichtet wird. Parallel dazu soll ein System des Fördern und Forderns eingerichtet werden, das den Begabungen und Stärken der einzelnen Schülern und Schülerinnen entgegenkommt, lernschwächere gezielt fördert  und zugleich leistungsstärkeren  ermöglicht, sich zu entwickeln. Die Oberschule bietet viel Spielraum für eine individuelle Entwicklung und verzichtet auf eine frühzeitige Sortierung.

Ende Mai soll dieses Konzept erarbeitet sein und der Öffentlichkeit  vorgestellt werden. „In einer christlichen Erziehung haben wir das Ziel, den ganzen Menschen wahrzunehmen und zu fördern. Dazu passt ein Schulkonzept, das Schüler nicht frühzeitig auf einen Karriereweg festlegt. Mehr Offenheit tut gut“, kommentiert Propst Martin Tenge, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Die katholische Ludwig-Windthorst-Schule  ist zurzeit eine Haupt- und Realschule und befindet sich als Konkordatsschule  in Trägerschaft des Bistums Hildesheim. Sie liegt in der Südstadt  von Hannover in der Nähe des Maschsees und  umfasst 36 Klassen – davon in jedem Jahrgang  vier Realschul-  sowie zwei Hauptschulklassen. Sie wird von ca. 830 Schülern und Schülerinnen besucht und  kann bis zu 30% nichtkatholische Schüler aufnehmen. Ein Ganztagsangebot existiert für den Jahrgang 5 seit dem Schuljahr 2013/2014 und wird fortschreitend weitergeführt.

Im Jahre 2012 war die Durchführungsvereinbarung zum Konkordat geändert worden  Der dort geschlossene Vertrag sieht vor, dass bestehende Konkordatsschulen ab 1. August 2012 in Oberschulen umgewandelt werden konnten; beginnend mit den Jahrgängen 5 und 6. Wie in den öffentlichen Schulen kann auch dort nach den geltenden Bedingungen ein Gymnasialzweig geführt werden.

Konkordatsschulen sind Schulen in kirchlicher Trägerschaft, die aus öffentlichen Schulen hervorgegangen sind. In Niedersachsen bestanden  an 13 Orten insgesamt 15 solcher Haupt- und Realschulen: Es handelt sich um die Eichendorff-Schule (Wolfsburg), Sankt-Ursula-Schule (Duderstadt), Bonifatius-Schule II (Göttingen), Ludwig-Windthorst-Schule (Hannover), Don Bosco- und Sankt-Augustinus-Schule (Hildesheim), Paulusschule (Oldenburg), Domschule und Thomas-Morus-Schule (Osnabrück), Franziskusschule (Wilhelmshaven), Marienschule (Cloppenburg), Michaelschule (Papenburg), Johannesschule (Meppen), Marienschule (Lingen) und Ludgerusschule (Vechta).Im Bistum Hildesheim sind bereits Oberschulen an den Standorten Wolfsburg, Hildesheim, Göttingen entstanden. Die Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover ist nun die erste Konkordatsschule  in Niedersachsen, die zu einer Oberschule mit einem gymnasialen Angebot wird.

Vorteile der Oberschule mit einem gymnasialen Schulzweig:

  • Die verbindliche Festlegung auf eine schulformbezogene Beschulung (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) nach Klasse 4 entfällt. Die Kinder haben dadurch mehr Zeit, ihre Stärken zu entwickeln, wodurch sie einem deutlich geringeren Erfolgsdruck ausgesetzt sind.
  • Es besteht demnach keine zwingende Bindung an die Schullaufbahnempfehlung der Grundschule. Eine Berücksichtigung ist aber wichtig zur Einschätzung der weiteren Lernentwicklung.
  • Die Stärken der jetzigen Haupt- und Realschule werden fortgeführt. Von der beruflichen Ausrichtung profitieren auch die GymnasialschülerInnen.
  • Zu den bisherigen Abschlüssen (Hauptschulabschluss, RS-Abschluss (auch „erweitert“) gibt es die Möglichkeit, dass am Ende von Klasse 10 die SchülerInnen der Gymnasialklasse direkt in die gymnasiale Oberstufe wechseln können.
  • Gerade am Anfang wollen wir die Klassengröße möglichst klein halten, um die SchülerInnen individuell fördern und fordern zu können. Ein doppelter Fachlehrer-Einsatz unterstützt dabei die differenzierten Angebote.

 

Gutes bleibt an unserer Schule erhalten:

  • Das Konzept „Neues Lernen“ mit der Hinführung zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
  • Das Lernen in fächerverbindenden Sinnzusammenhängen
  • Unsere Schulpastoral
  • Unser vielfältiges Schulleben
  • Der musische Schwerpunkt
  • Die Fortführung des offenen Ganztagsbereichs
  • Unsere individuellen Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • Unsere Schule als demokratischer Lebens- und Erfahrensraum
  • Französisch und Spanisch als 2. Fremdsprachen ab Klasse 6

.. und wir wollen noch besser werden:

  • Die inklusive Beschulung zum Orientieren („inklusiv“ = gleichberechtigtes Lernen, jede/r nach ihren/seinen Möglichkeiten)
  •  Zuverlässige Lerngruppen: Kein „Sitzenbleiben“ von Klasse 5 nach Klasse 6
  • Das gymnasiale Angebot als Ansporn und Mutmacher
  • Individuelles Fordern und Fördern wird ein noch größerer Schwerpunkt
  • Differenzierte Lernangebote auf unterschiedlichen Leistungsniveaus

Seien Sie neugierig!

Unser Flyer zu den neuen Neigungsklassen:

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Unser aktueller Flyer: