Neues Lernen

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Neues Lernen mit reformpädagogischen Ansätzen:

Eine gute Schule muss von den individuellen Fähigkeiten des einzelnen Kindes ausgehen. Deshalb bieten wir ab Klasse 5 (im Moment für Klasse 5 bis 7) ein verändertes Unterrichtskonzept an, das reformpädagogisch ausgerichtet ist.

Hier gibt es eine Präsentation zum Download!

Dabei orientieren wir uns an dem „Marchtaler Plan“, der Impulse der Reformpädagogik, besonders von Maria Montessori, umsetzt.

Nach vielen Hospitationen in Marchtaler-Plan-Schulen in Baden-Württemberg hat sich unser Kollegium für die Umsetzung mit folgenden Schwerpunkten entschlossen:

1. WAK (Wochenanfangs- bzw. abschlusskreis)

a) Wochenanfangskreis (Morgenkreis)

Die Schulwoche der 5. 6. und 7. Klassen beginnt mit dem einstündigen Wochenanfangskreis. Dieser gemeinsame Wochenbeginn der Schülerinnen und Schüler mit ihrem Klassenlehrer oder ihrer Klassenlehrerin gilt als wiederkehrendes Ritual mit Zeit zur Muße für persönliches Ankommen und Gelegenheit für erfahrungsverarbeitende Gespräche. Die Atmosphäre des Vertrauens ist eine gute Basis für das gemeinsame Lernen.

Ziele:

  • Sammlung und Konzentration
  • Einübung von Besinnung und Stille
  • Förderung des Miteinanders und der Klassengemeinschaft
  • Aufgreifen von aktuellen Themen und Problemen

Inhalte:

  • Erlebnisse des Wochenendes
  • Jahreskreis / Kirchenjahr
  • Klassengemeinschaft / Umgang miteinander / sich und andere wahrnehmen
  • Konfliktsituationen und Schlichtung
  • „Goldene Regel“ / Schulordnung / Klassenregeln
  • Klassensprecher / Klassendienste / Klassenvertrag
  • Lernsituation / Zensuren

 

b) Wochenabschlusskreis

In der letzten Wochenstunde am Freitagmittag wird Rückblick gehalten auf die Arbeit in der vergangenen Woche. In einem Abschlusskreis besinnen sich die SchülerInnen auf ihr Tun – sowohl im Bereich ihres Arbeits- als auch ihres Sozialverhaltens:

  • Was habe ich in der letzten Woche gelernt?
  • Wie bin ich mit meinem Arbeitsplan/Arbeitspensum zurechtgekommen?
  • Wo brauche ich noch Hilfe?
  • Worüber habe ich mich gefreut/geärgert?
  • Worauf kann ich stolz sein?
  • Wem möchte ich DANKE sagen, weil er/sie mir geholfen hat? usw.

 

2. Offener Anfang

Die Basis für gelingendes Lernen ist eine ruhige, stressfreie Lernatmosphäre in einer vorbereiteten Lernumgebung. Mit dem Offenen Anfang nutzen wir die relative Ruhe der ersten Unterrichtsstunden.Die Schülerinnen und Schüler gehen ab 8.00 Uhr leise in ihre Klassenräume und werden hier von ihrer Lehrerin, ihrem Lehrer begrüßt. Sie wählen eine Aufgabe, nehmen sich das Arbeitsmaterial und beginnen mit der Arbeit.Der Offene Anfang geht ohne eine Unterbrechung durch einen Lehrerwechsel in die erste Stunde über.

 

3. Vernetzter Unterricht

  • Der vernetzte Unterricht richtet sich nach einem gemeinsamen Thema aus (ca. 5 Themen pro Schuljahr).
  • Die Fächer des geisteswissenschaftlichen Netzes (Religion, Deutsch, Geschichte, Erdkunde) sowie die Fächer des naturwissenschaftlichen Netzes (Biologie, Chemie, Physik) werden zu zwei großen Netzwerken verbunden und orientieren sich inhaltlich an diesem gemeinsamen Thema.
  • Die Fächer Kunst, Musik, Textil und Werken werden möglichst in die Themenbereiche integriert.
  • Durch die Vernetzung sollen inhaltliche Zusammenhänge entdeckt und das starre „In-Fächern-Denken“ aufgehoben werden. Das Erkennen von Zusammenhängen und das Erstellen von Verknüpfungen ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltiges Lernen.
  • Die allgemeinen und fachspezifischen Lern- und Arbeitsmethoden werden gelehrt und eingeübt (Methodenkompetenz – u.a. Lernen lernen, Texte erschließen, Strukturieren, Visualisieren, Lösungen selbstständig erarbeiten, Ergebnisse präsentieren …)

 

 

 

4. Selbstverantwortetes Lernen

In allen Stunden des Vernetzten Unterrichts und auch in Mathematik arbeiten die SchülerInnen ruhig, selbstständig und selbstverantwortet an den zur Einheit erstellten Wochen-Arbeitsplänen und Materialien (vorbereitete Lernumgebung).

Sie entscheiden selber,

  • wann sie welche Aufgabe zu welchem der oben genannten Fächer bearbeiten,
  • ob sie ihre Aufgaben allein oder in einer Kleingruppe bearbeiten (individuelles und kooperatives Lernen).
  • Die Aufgaben verfügen über verschiedene Schwierigkeitsgrade, die die individuellen Stärken und Schwächen der SchülerInnen berücksichtigen und eine Selbstkontrolle (Lösungsblätter) ermöglichen.
  • Die gelernten Methoden werden vertiefend angewendet und mit den Inhalten des Unterrichts verbunden.
  • Die LehrerInnen stehen für alle Fächer als Beobachter, Berater und Lernhelfer zur Verfügung.

 

5. Der Fachunterricht

Einige Fächer bleiben eigenständig:

  • Mathematik
  • Deutsch (Kernunterricht)
  • Englisch (Sprachen)
  • Sport
  • Auch Kunst, Musik, Werken und Textil können als „Fachunterricht“ erteilt werden, wenn sie nicht sinnvoll in den VU einbezogen werden können.
  • Grundkenntnisse werden erarbeitet
  • Leistung wird gefördert und gefordert
  • Allgemeine und fachspezifische Lern- und Arbeitsmethoden werden gelehrt und eingeübt (Methodenkompetenz)

 

6. Das Förderkonzept in der Hauptschule

Zur Stärkung der Hauptschülerinnen und –schüler werden die Hauptschulklassen für drei Stunden pro Woche in Kleinstlerngruppen aufgeteilt, in denen sie jeweils von ihrer/m Klassenlehrer/in bzw. von Fachlehrer/innen der Klasse betreut werden. Die Gruppen wechseln nach ca. 6 Wochen, so dass jede/r Schüler/in in regelmäßigem Wechsel in folgenden drei Lernbereichen individuell gefördert und gefordert wird:

  • Deutsch: Wiederholung der Stundeninhalte, zusätzliche Übungsaufgaben, Grundlagen in Rechtschreiben und Grammatik
  • Mathematik: Fördern: zusätzliche Übungsaufgaben Fordern: Knobelaufgaben / Denksport und erweiterter Stoff
  • Soziales und praktisches Lernen: Spiele, die Selbstvertrauen und Vertrauen schaffen; Übungen zur Förderung des Sozialverhaltens und der Kommunikation untereinander; Sitten und Gebräuche ausländischer Schüler; Klassenraum- und Flurgestaltung; Darstellendes Spiel usw.